Der erste Kettentauschmarkt
“One man's trash is another man's treasure”
Text: Klasse 4b
Österreichweit werden jährlich rund 4,6 Millionen Kilogramm neuwertige Kleidung und Schuhe vernichtet, so eine aktuelle Studie von Greenpeace. Die Herstellung der Kleidung frisst dabei ungemein viele Ressourcen und auch wenn die überflüssigen Klamotten entsorgt werden, ist das Problem damit noch nicht behoben! Gegen diesen Fast-Fashion Überfluss wollten wir als Klasse 4b nun etwas unternehmen!
Die Planungsphase
Als der Plan feststand, ging es los ans Arbeiten, Organisieren und Planen. Zuallererst suchten wir nach Sozialorganisationen, die Kleidung für Bedürftige sammeln und baten sie, uns eine Liste zu geben, mit all jenen Sachen, die sie gerade dringend benötigen. Von Schlafsäcken über Männerschuhe, bis hin zu Kinderhandschuhen – es wurde fast alles gebraucht. Also baten wir die Schüler:innen und Lehrpersonen der Kettenbrückeschulen um ihre Mithilfe. Alles was sie zuhause nicht mehr benötigen, oder schon lange nicht mehr getragen haben, wurde bei uns im Gruppenraum gesammelt und sortiert. Im 5. Juni war es dann soweit: der allererste Kettentauschmarkt fand statt!
Was geschieht mit der gesammelten Kleidung?
Einen Teil der gesammelten Klamotten brachten wir zu diversen Innsbrucker Sozialorganisationen. Dafür haben wir in den letzten Wochen genau recherchiert, wo welche Kleidungsstücke benötigt werden. Daran beteiligt waren folgende Institutionen: Der Verein für Obdachlose Ibk, die Herberge in der Hunoldstraße, Kolpinghaus Wäscheleine sowie die Caritas.
Der restliche Teil wurde von uns sortiert und konnte beim ersten Kettentauschmarkt am 5. Juni im Festsaal der MS
Kettenbrücke von Schüler:innen und Eltern der Kettenbrücke gesichtet, ausgesucht und gratis mitgenommen werden. Denn: “One man's trash is another man's treasure.” Zu diesem Anlass konnten die Schüler:innen zudem die Südwind - Ausstellung zum Thema “Fast Fashion” anschauen. Die Schautafeln verrieten uns viel über die globalen Auswirkungen der Fast Fashion Produktion und zeigten auf anschaulichem Weg die Produktionskosten eines einzelnen T-Shirts auf. Wir hoffen sehr, dass wir mit dieser Aktion einige unserer Schüler:innen und Lehrpersonen dazu gebracht haben, beim nächsten Einkauf eines Kleidungsstückes doppelt so gut drüber nachzudenken, ob dieser Kauf wirklich notwendig und sinnvoll ist. Und vielleicht achtet der eine oder andere in Zukunft auch mehr darauf, wo und unter welchen Bedingungen die Kleidung überhaupt hergestellt wurde.
Die Klasse 4b
